Bevor die Erde eine Wüste wird: Warum wir jetzt handeln müssen!
Um die Dringlichkeit unserer
permakulturellen Arbeit in Tamera zu unterstreichen, kommt hier Barbara
Kovats zu Wort, die
Koordinatorin der Projektgruppe SolarVillage. Ihr Text stammt aus dem Vorwort zu der Broschüre "Ökologie
für Friedensforschungsdörfer",
die hier
herunter geladen werden kann.

Die ökologische Situation der Erde ist dramatisch. Die Zerstörung der Regenwälder, Meere und Ökosysteme, die Ausbreitung der Wüsten, das tägliche Verschwinden von Tierarten, der Hunger und beginnende Kriege um Wasser: Alles Symptome und direkte Auswirkungen einer menschlichen Lebens- und Wirtschaftsweise, die ihre Einbettung in die Kreisläufe der Natur verloren hat. Der moderne Mensch behandelt den Boden, die Pflanze, das Wasser, das Tier so kontaktlos, als habe er vergessen, was Leben ist und wie es zu behandeln wäre.
Die Natur antwortet: Stürme und Überschwemmungen sind erst der Beginn einer umfassenden Klimakatastrophe, die an vielen Orten der Erde schon schmerzhafte Realität geworden ist. Die Vorhersagen für die Iberische Halbinsel sind eindeutig: Spanien und Portugal werden eine Wüste, wenn wir nicht handeln.
Sowohl Klimaprognosen als auch das nahende Peak Oil
lassen eine Zeit erahnen, in der Menschen weltweit die großen Städte,
die Küsten und ihre bestehende Lebensweise verlassen und wieder lernen
müssen, auf dem Land und von dem Land zu leben. Darauf sind sie noch in keinster Weise vorbereitet.
Die kommenden Veränderungen werden drastisch sein und alle Aspekte des
Lebens betreffen.
Heißt das aber, dass sie notgedrungen mit Panik, Krieg und Gewalt einhergehen werden? Oder wird es bis dahin Orte geben, an denen global gelernt werden kann, dass und wie man Konflikte lösen und friedlich lösen kann, dass und wie man dezentral Energie erzeugen kann, dass und wie man Natur und Erde so behandelt, dass sie Nahrung und Wasser im Überfluss hervorbringt? Dieses Wissen gibt es bereits heute, verstreut an vielen Orten, teilweise zu ungewöhnlich, um heute schon angewendet zu werden. Was fehlt, ist die Vernetzung und Verbindung dieses Wissens, seine konkrete Umsetzung zumindest modellhaft an einigen Orten der Welt sowie seine Vermittlung an die kommende Generation.
Tamera ist ein Experimentier- und Ausbildungsgelände für
den weltweiten
Aufbau von Modellsiedlungen. Hier wird eine Lebensweise exemplarisch
erforscht und studiert, in der Menschen wieder eingebettet sind in das
Schöpfungsganze, in der die Trennung auf allen Ebenen aufgehoben wird:
Trennung zwischen Menschen, zwischen Generationen, zwischen
Wissensgebieten, Trennung von der Natur, von der spirituellen Quelle.
Der Aufbau dieser sogenannten Friedensforschungsdörfer oder
Heilungsbiotope entwickelt, verbindet und verwirklicht Wissen und
Lösungsansätze aus Technologie und Energieversorgung, aus
Konfliktlösung und Gemeinschaftsbildung, aus spiritueller Lebenspraxis
und ökologischer Architektur. Derzeit leben und studieren in Tamera 160
Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt. Es entsteht unter anderem
ein konkretes, autarkes Modelldorf, das SolarVillage: ein ökologisch
und sozial nachhaltiges Siedlungsmodell, das in allen sonnenreichen
Gegenden der Welt nachgebaut werden kann.
Die Arbeit und Forschung des Österreicher
Permakultur-Bergbauern Sepp
Holzer, sein Wissen über die Kooperation mit der Natur, seine Intuition
und Erfahrung in der Erzeugung natürlicher Lebensmittel und in der
Renaturierung des Landes, sehen wir als einen kommenden, sehr zentralen
Forschungsbereich für den Aufbau von weltweiten
Friedensforschungsdörfern. Seine Arbeit in Valdepajares del Tajo in der
Extremadura in Spanien erfüllt uns mit Zuversicht, dass Ähnliches auch
hier möglich ist.
Die Besitzerin hatte vor drei Jahren Sepp Holzer mit der Renaturierung ihres Geländes beauftragt. Die Ergebnisse verblüffen Medien und Fachwelt gleichermaßen. Eine ganz andere Welt erwartet den staunenden Besucher hier. Auf einem Gelände von 270 ha, auf dem vor drei Jahren noch im Sommer Trockenheit herrschte, karge Weiden lagen und Steineichen starben, breitet sich nun eine insgesamt 50 ha große Wasserlandschaft aus. Die Böschungen sind üppig mit Gemüse bewachsen, die erkrankten Steineichen dienen jüngeren, gesunden Bäumen als Schutz, die Oliven brauchen keine Bewässerung mehr. Eine kühlende Brise vermittelt einen Klang von paradiesischer Frische und Fülle. Libellen, Vogelschwärme und Fische schon nach einer Wachstumssaison! Und das in einer Gegend, in der wesentlich weniger Regen fällt als im Alentejo.
Tamera, das Gelände Monte do
Cerro, steht sowohl in seiner Schönheit
als auch im Maß seiner ökologischen Zerstörung beispielhaft für
Portugal und sogar für ganz Südeuropa. Ein ökologisches
Renaturierungsvorhaben auf diesem Platz kann und wird Impulse für die
gesamte Region setzen. Beispielhafte Problemlösungen, die in diesem
Friedensforschungszentrum funktionieren, werden von StudentInnen in
ihre Heimatländer weitergetragen und dort beim Bau weiterer
Friedensforschungsdörfer angewendet.
Wie sähe eine Welt aus, auf der in allen Ländern, allen Gebieten und Vegetationszonen zunächst wenigstens ein Ort aufgebaut werden könnte, wo das Wissen, das Saatgut, die Vielfalt der Natur gehütet und gepflegt würde und der ganzen Region als Impulsgeber und Beispiel dienen könnte?
Bitte helfen Sie mit, damit diese Vision Wirklichkeit wird!
Barbara Kovats
Koordinatorin der Projektgruppe SolarVillage, Tamera

Die ökologische Situation der Erde ist dramatisch. Die Zerstörung der Regenwälder, Meere und Ökosysteme, die Ausbreitung der Wüsten, das tägliche Verschwinden von Tierarten, der Hunger und beginnende Kriege um Wasser: Alles Symptome und direkte Auswirkungen einer menschlichen Lebens- und Wirtschaftsweise, die ihre Einbettung in die Kreisläufe der Natur verloren hat. Der moderne Mensch behandelt den Boden, die Pflanze, das Wasser, das Tier so kontaktlos, als habe er vergessen, was Leben ist und wie es zu behandeln wäre.
Die Natur antwortet: Stürme und Überschwemmungen sind erst der Beginn einer umfassenden Klimakatastrophe, die an vielen Orten der Erde schon schmerzhafte Realität geworden ist. Die Vorhersagen für die Iberische Halbinsel sind eindeutig: Spanien und Portugal werden eine Wüste, wenn wir nicht handeln.
Sowohl Klimaprognosen als auch das nahende Peak Oil
lassen eine Zeit erahnen, in der Menschen weltweit die großen Städte,
die Küsten und ihre bestehende Lebensweise verlassen und wieder lernen
müssen, auf dem Land und von dem Land zu leben. Darauf sind sie noch in keinster Weise vorbereitet.
Die kommenden Veränderungen werden drastisch sein und alle Aspekte des
Lebens betreffen.Heißt das aber, dass sie notgedrungen mit Panik, Krieg und Gewalt einhergehen werden? Oder wird es bis dahin Orte geben, an denen global gelernt werden kann, dass und wie man Konflikte lösen und friedlich lösen kann, dass und wie man dezentral Energie erzeugen kann, dass und wie man Natur und Erde so behandelt, dass sie Nahrung und Wasser im Überfluss hervorbringt? Dieses Wissen gibt es bereits heute, verstreut an vielen Orten, teilweise zu ungewöhnlich, um heute schon angewendet zu werden. Was fehlt, ist die Vernetzung und Verbindung dieses Wissens, seine konkrete Umsetzung zumindest modellhaft an einigen Orten der Welt sowie seine Vermittlung an die kommende Generation.
Tamera ist ein Experimentier- und Ausbildungsgelände für
den weltweiten
Aufbau von Modellsiedlungen. Hier wird eine Lebensweise exemplarisch
erforscht und studiert, in der Menschen wieder eingebettet sind in das
Schöpfungsganze, in der die Trennung auf allen Ebenen aufgehoben wird:
Trennung zwischen Menschen, zwischen Generationen, zwischen
Wissensgebieten, Trennung von der Natur, von der spirituellen Quelle.
Der Aufbau dieser sogenannten Friedensforschungsdörfer oder
Heilungsbiotope entwickelt, verbindet und verwirklicht Wissen und
Lösungsansätze aus Technologie und Energieversorgung, aus
Konfliktlösung und Gemeinschaftsbildung, aus spiritueller Lebenspraxis
und ökologischer Architektur. Derzeit leben und studieren in Tamera 160
Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt. Es entsteht unter anderem
ein konkretes, autarkes Modelldorf, das SolarVillage: ein ökologisch
und sozial nachhaltiges Siedlungsmodell, das in allen sonnenreichen
Gegenden der Welt nachgebaut werden kann.
Die Arbeit und Forschung des Österreicher
Permakultur-Bergbauern Sepp
Holzer, sein Wissen über die Kooperation mit der Natur, seine Intuition
und Erfahrung in der Erzeugung natürlicher Lebensmittel und in der
Renaturierung des Landes, sehen wir als einen kommenden, sehr zentralen
Forschungsbereich für den Aufbau von weltweiten
Friedensforschungsdörfern. Seine Arbeit in Valdepajares del Tajo in der
Extremadura in Spanien erfüllt uns mit Zuversicht, dass Ähnliches auch
hier möglich ist.Die Besitzerin hatte vor drei Jahren Sepp Holzer mit der Renaturierung ihres Geländes beauftragt. Die Ergebnisse verblüffen Medien und Fachwelt gleichermaßen. Eine ganz andere Welt erwartet den staunenden Besucher hier. Auf einem Gelände von 270 ha, auf dem vor drei Jahren noch im Sommer Trockenheit herrschte, karge Weiden lagen und Steineichen starben, breitet sich nun eine insgesamt 50 ha große Wasserlandschaft aus. Die Böschungen sind üppig mit Gemüse bewachsen, die erkrankten Steineichen dienen jüngeren, gesunden Bäumen als Schutz, die Oliven brauchen keine Bewässerung mehr. Eine kühlende Brise vermittelt einen Klang von paradiesischer Frische und Fülle. Libellen, Vogelschwärme und Fische schon nach einer Wachstumssaison! Und das in einer Gegend, in der wesentlich weniger Regen fällt als im Alentejo.
Tamera, das Gelände Monte do
Cerro, steht sowohl in seiner Schönheit
als auch im Maß seiner ökologischen Zerstörung beispielhaft für
Portugal und sogar für ganz Südeuropa. Ein ökologisches
Renaturierungsvorhaben auf diesem Platz kann und wird Impulse für die
gesamte Region setzen. Beispielhafte Problemlösungen, die in diesem
Friedensforschungszentrum funktionieren, werden von StudentInnen in
ihre Heimatländer weitergetragen und dort beim Bau weiterer
Friedensforschungsdörfer angewendet.Wie sähe eine Welt aus, auf der in allen Ländern, allen Gebieten und Vegetationszonen zunächst wenigstens ein Ort aufgebaut werden könnte, wo das Wissen, das Saatgut, die Vielfalt der Natur gehütet und gepflegt würde und der ganzen Region als Impulsgeber und Beispiel dienen könnte?
Bitte helfen Sie mit, damit diese Vision Wirklichkeit wird!
Barbara Kovats
Koordinatorin der Projektgruppe SolarVillage, Tamera

